Schneckenpressverfahren oder warum Holzbriketts aus Schnecken-Pressen länger brennen

Neben der hydraulischen Kolbenpresse und den mechanischen Brikett-Pressen, die einen Schlagkolben verwenden, lassen sich Holzbriketts auch durch ein spezielles Schneckenpress-Verfahren, den sogenannten Extruder-Pressen herstellen.

Bei allen Verfahren wird zerkleinertes und getrocknetes Holz unter sehr hohem Druck
und Reibung verdichtet und anschließend in Form gepresst.

Bei der Extrusion wird das Rohmaterial, z.B. Sägespäne durch die drehende Schnecke in Richtung Extruderspitze bis zu einem sogenannten Dorn gefördert. Dort wird das Material in eine Matrize gepresst und in einem Endlos-Brikettstrang wieder ausgestoßen. Die wahlweise achteckige oder runde Formgebung der Briketts erfolgt durch die Querschnittsform der Matrize. Durch die dynamische Drehpressung verzahnt sich das Rohmaterial stärker als bei anderen Herstellungsverfahren. Dadurch kommt eine stärkere Verdichtung zustande. Dies hat zur Folge, dass der Abbrand länger dauert und die Briketts dabei nicht aufquellen, also formstabil bleiben.